Weil deine Augen ihn nicht sehen

Weil deine Augen ihn nicht sehen



Autorin: Mary Higgins Clark
Sprecherin: Michou Friesz
Anzahl der CD: 4
Laufzeit: 280 Min.
Verlag: Random House – 2006
Preis: ab ca. 20 €


Wenn Eltern miterleben müssen, wie ihr eigenes Kind entführt wird, dann ist es ein Horrorszenario welches ohnehin ein Garant für Spannung ist. Wenn es sich dabei um kleine Zwillinge handelt, deren Eltern dabei noch nicht mal so begütert sind, um hohe Lösegeldforderungen aufzutreiben, wird das Mitgefühl umso mehr gesteigert.

So ergeht es den Frawleys, ihre dreijährigen Tochter werden nachts aus ihrem Schlafzimmer entführt und die Lösegeldforderung von 8 Mio. $ scheint unüberwindbar, doch der Konzern, bei dem der Vater Steve Frawley arbeitet, will das Geld zur Verfügung stellen.

So bereitet sich alles auf die Übergabe der Kinder vor, scheint wie am Schnürchen zu laufen, doch die Entführer haben ihre eigenen Ansichten. So verläuft dann alles komplett anders und nicht wie geplant.
Aber auch die kleinen Mädchen versuchen auf ihre Weise ihren Beitrag dazu zu leisten, dass sie wieder zurückfinden.

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Kurzum ein Thriller der alles das mitbringt was fesselt. Da sind die Entführer die in ihrer Persönlichkeit nicht unterschiedlicher sein könnten. Dazu zwei hilflose kleine Mädchen die in ihrer Not dazu greifen, was es wohl nur unter Zwillingen gibt und auf besondere Weise fasziniert, obwohl es evtl. den einen oder anderen Hörer gibt, der dies eher unglaubwürdig betrachten wird. Die verzweifelten Eltern die aus ihrem Gefühl heraus handeln und eher sehr hintergründige Polizeiarbeit. Alles konzentriert sich auf die Personen, die unmittelbar mit dem Geschehen zu tun haben.

Die sprecherische Umsetzung ist in ihrem Können keine Frage, dennoch passt ein österreichischer Akzent an die Ostküste der USA nur mit viel „good will“ und wirkt wenig authentisch. Dialektik kann bereichernd wirken wenn es in der Handlung auch am rechten Ort integriert werden kann, hier ist es ohne Frage fehl am Platze.

Doch den Hörer erwartet ein spannendes Hörbuch, dass ihn sicherlich dazu anregen wird, unbedingt bis zum Ende zu hören.


Renate Prohaska