Engelsfürst

Engelsfürst

 

Autor: Jörg Kastner
Sprecher: Olaf Pessler
Anzahl der CD: 6
Laufzeit: 443 Min.
Verlag: Lagato - 2006
Preis: ab ca.20 €


Elena, eine Vatikanjournalistin wird zu einem geheimen Treffen mit
Monsignore Picardi, dem stellvertretenden Direktor der Vatikanbank in ein abgelegenes Kloster gebeten. Schnell erkennt sie, dass er beim eintreffen nicht mehr lebt, sie sogar selber zusehen muss, ihres zu retten.

Später wacht sie aus ihrer Ohnmacht im Krankenhaus auf und wird verdächtigt, mit dem Mord in Verbindung zu stehen. Nun schaltet sich ihr Ex-Freund, der ehemalige Schweizergardist Alexander Rosin ein, was ihr gar nicht recht ist, immer noch schwelen  Konflikte zwischen ihnen. Dennoch müssen beide schnell erkennen, welcher Sumpf hinter dem Ganzen steckt und gelangen zu der Erkenntnis, dass es scheinbar so etwas wie Selbstentzündungen gibt.

Zeitgleich versucht Enrico, der heimliche Sohn des gegenwärtigen Papstes Lucius in einem abgelegenen Kloster seinen nächtlich quälenden Alpträumen auf die Spur zu kommen. Dabei ist im Bruder Francesco und der dortige Abt anfänglich eine Hilfe, doch als Enrico seinen Vater aufsuchen möchte, wendet sich das Blatt.

Beide Seiten, Enrico, Elena und Alexander  erahnen mehr und mehr welche Macht hinter den Ereignissen steht, Enrico selber ist ein Nachfahre der Engel und somit ein Engelssohn. Mit seiner Hilfe versucht der Geheimbund Totus Tuus seine verborgene Kraft für sich zu nutzen, um die gefallen Engel die sich Luzifer zugeordnet haben, mittels einem Engelsfeuer wiederzuerwecken.


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Die Handlung ist von Anfang an spannend und ein typischer Thriller, der sich den Spekulationen und mystischen Mächten innerhalb des Vatikanes bedient. Manches wirkt mitunter zu konstruiert, wird jedoch dank der stetigen Abwechslung schnell verziehen. Auch wird es manchen Hörer verwundern, dass sich in der zerstrittenen Kirche zwei Päpste die Regentschaft teilen können.
Lediglich die Zeitreisen des Enricos wirken anfänglich verworren und werden diejenigen, die weniger mit der Mysteryreihe des Autors vertraut sind, irritieren.
So entwickelt sich eine Geschichte, die sich irgendwo wie ein Mix zwischen abgeschwächtem Illuminati und Fantasyelementen präsentiert.

Olaf Pessler liest gut, lebendig und klar betont. Das Ende wirkt jedoch abgehackt und unbefriedigend. Zu viele Fragen werden hinterlassen trotz des Happy Ends zwischen den Hauptprotagonisten. Für den Hörer kann es jedoch genau dieses sein, sich mehr mit der Mysteryreihe des Autoren zu beschäftigen. Fazit ein spannender Mysterythriller mit kleinen Schwächen.

Renate Prohaska