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Bibel nach Biff

Autor: Christopher Moore Sprecher: Simon Jäger Laufzeit: 15 Std. 47 Min. (ungekürzt) Verlag: Audible- 2009
Die Bibel gibt erschöpfend Auskunft über das Leben Jesu meint man gemeinhin. Aber tatsächlich klafft zwischen der Weihnachts- und der Missionsgeschichte als Prediger eine Lücke von fast 25 Jahren. Diese zu füllen ist die Aufgabe von Biff. Leider hat Biff in der Bibel keine Erwähnung gefunden, obwohl er als bester Freund von Josua von Nazareth seit Kindertagen nicht von dessen Seite gewichen ist. Und schon in früher Kindheit war allen klar, dass der kleine Josua, der die von seinen Brüdern zum Spaß getöteten Eidechsen wieder zum Leben erwecken kann, eines Tages Großes vollbringen wird.
Dieses ungekürzte Hörbuch bearbeitet alle Bereiche des über 500 Seiten starken Romans teilweise recht erschöpfend. Von daher wird es für diejenigen, die sich mit den Eckdaten auskennen nicht sonderlich erstaunen. Lediglich die andere Machart wirkt anfänglich interessant, mag aber nicht immer überzeugen
Die Wahl des Sprechers drängt den Schluss auf, dass hier primär Witziges zum Besten gegeben werden soll. Ein Schluss, den auch das ein wenig extrem gelbe CD-Cover unterstreicht. Simon Jäger als Sprecher gibt da auch redlich sein Bestes, doch kann er auch nicht in allem die Kurve bekommen, was da so an komödiantischem frühchristlichem Life-Style vermittelt werden soll. Und so wundert sich der Hörer nur wenig, dass der kleine Levin Biff genannt wird und Maria Magdalena, die bei Moore auch schon eine Sandkastenfreundin des Heilands war, Maggie genannt wird, was nur wenig nach aramäischem Zungenschlag klingt. Doch präsentiert sich im weiteren Verlauf ein eher uneinheitliches Bild; die Passionsgeschichte taugt einfach nicht zum Klamauk und so wird der Ton ab der Hälfte auch deutlich ernster. Zudem präsentiert Moore eine überraschend neue Version der Auferstehungsgeschichte, die so manch Kalauer verzeihen hilft.
Ein nettes Hörbuch, das zumindest der Jugend Christi manch heitere Seite abgewinnt ohne die spätere Passionsgeschichte allzu sehr zu banalisieren.
Christian Stotz/ Renate Prohaska
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